Kampf ist Trumpf

SC Rinteln spielt gegen den SV Engern 1:1 / 200 Zuschauer sehen faires Derby

Schaumburger Zeitung 15.09.2017 - Sebastian Blaumann

Das Stadtduell zwischen dem SC Rinteln und dem SV Engern hatte große Konkurrenz. Nur eine Stunde später wurde das Nordderby zwischen Hannover 96 und den Hamburger SV angepfiffen. Trotzdem wollten sich 200 Zuschauer den Kreisliga-Hit nicht entgehen lassen. Nach 90 Minuten gab es keinen Sieger. Die faire Partie endete 1:1.

Der SC Rinteln begann mit dem Selbstbewusstsein eines Tabellenführers, drängte den SVE in die eigene Hälfte und hatte gute Chancen durch Gohoreallan Kouebi (13.) und Yannik Walter (14.). Der Seitfallzieher von Kouebi wurde von Yannick Scheermann von der Linie geköpft, der Kopfball von Walter streifte die Latte. Der SCR blieb der Chef auf dem Platz, aber der SV Engern kämpfte um jeden Grashalm auf dem Steinanger und packte die berüchtigten Engern-Tugenden aus: lange Bälle und kämpfen, kratzen, beißen. Einmal konterten die Gäste in Hälfte eins gefährlich: Nach einem Pass in die Tiefe stand Rintelns Abwehrspieler Dominik Schrader falsch zum Ball, Denis Stapel (33.) schnappte sich die Kugel und traf mit einem gefühlvollen Lupfer zum 1:0 für den SVE. Das Tor zeigte Wirkung bei den Gastgebern, bis zur Pause häuften sich die Fehlpässe im letzten Drittel des Spielfeldes, sodass der Gast zur Pause glücklich führte. „Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, nur das Tor fehlte“, ärgerte sich SCR-Trainer Uwe Oberländer über den Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Rintelner einen Blitzstart. Qendrim Krasniqi flankte punktgenau auf den Kopf von Torjäger Serdar Akgün (50.) und es hieß 1:1. Dieser Treffer tat dem SCR-Spiel aber nicht gut. Der Tabellenführer stellte das Fußballspielen ein, kam nicht mehr über die Außenpositionen, sondern verzettelte sich in Zweikämpfe. Engern biss sich in das Spiel und blieb bei Kontern gefährlich. Aber die Abschlüsse von Dennis Kirasic (55.), Daniel Kiensvater (57.) und Oliver Watermann (65.) waren zu ungenau. „Wir sind nach dem Tor, zu viel mit dem Ball gelaufen und hatten zu viele Fehlpässe“, monierte Oberländer. Der SVE war in den zweiten 45 Minuten dem Siegtreffer näher und wurde nach dem Schlusspfiff von seinen Anhängern für die starke kämpferische Leistung mit Applaus verabschiedet. „Das Remis ist verdient, Rinteln war vor der Pause besser, in Hälfte zwei hatten wir mehr von der Partie. Der Ausgleich ist zu früh gefallen, sonst hätten wir noch bessere Kontersituationen gehabt“, bilanzierte SVE-Coach Wilhelm Sieker.

SCR: Böhm, Boga, Yannik Walter, Peters, Kiki, Akgün (74. Popoci), Sharo, Schrader, Kouebi, Muzik (60. Rogowski), Krasniqi (80. Kuhlmann).

SVE: Meier, Scheermann, Watermann, Dennis Kirasic, Deisner, Stapel (85. Ruhe), Cimino, Eckel (31. Kiensvater), Rinne (84. Luther), Marth, Ivo Kirasic.

Herr der Lage

SC Rinteln gewinnt das Kreisliga-Top-Spiel beim SV Victoria Lauenau mit 3:0

Schaumburger Zeitung 10.09.2017 - Sebastian Blaumann

 

LAUENAU. Der SC Rinteln hat in der Kreisliga nichts anbrennen lassen und das Punktspiel beim SV Victoria Lauenau verdient mit 3:0 (1:0) gewonnen. Damit verteidigte der Bezirksliga-Absteiger die Tabellenspitze.

Von Beginn an dominierte der SC Rinteln das Spielgeschehen. Das Team von Trainer Uwe Oberländer hatte 80 Prozent Ballbesitz, tat sich aber schwer gegen einen tief stehenden und geschickt verteidigenden Gastgeber. Bei den Rintelnern wurde der letzte Pass oft zu schlampig gespielt, sodass Torchancen in der ersten Hälfte Mangelware waren. Und auch in der Defensive schlichen sich bei den Gästen ein paar Schludrigkeiten ein. Die erste Großchance des Spiels hatte dann auch die Victoria. Sinan Boga verlor den Ball an Jonas Worthmann (10.), der Lauenauer zog alleine auf das Tor zu, doch er zögerte zu lange und scheiterte an SCR-Keeper Luis Böhm. „Wenn wir den reinmachen, können wir die den SCR vielleicht länger ärgern“, mutmaßt SVL-Coach Lars Glashagen. Rinteln blieb am Drücker, die Lauenauer warfen sich in die SCR-Schüsse und hielten so hinten die Null. In der 37. Minute gingen die Gäste mit 1:0 in Führung. Lauenau hatte Freistoß und wurde danach klassisch ausgekontert. SCR-Routinier Tomas Muzik steckte gekonnt für Akgün durch und der Torjäger verwandelte eiskalt.

Nach dem Seitenwechsel fiel schnell die Entscheidung zugunsten des Favoriten. Nach einer Ecke stand Akgün (48.) goldrichtig und schob das Leder aus drei Metern zum 2:0 in die Maschen. Die Victoria setzte weiter auf eine defensive Ausrichtung. „Wir haben so viele Verletzte, ich kann von der Bank nicht nachlegen. Öffnen wir hinten zu früh, werden wir von den flinken Rintelnern abgeschossen“, erklärt Glashagen. Ein Schuss von Patrick Geider (65.) und ein Freistoß vom agilen Hendrik Dargel (72.) waren die einzigen Möglichkeiten der Hausherren in Durchgang zwei. Der SCR spulte seine Überlegenheit in Ruhe runter, der Ball zirkulierte in den eigenen Reihen, der tödliche Pass in die Tiefe fand aber nur selten den Mitspieler. In der 87. Minute erhöhte Egzon Popoci nach einem blitzsauberen Konter auf 3:0. Die Vorarbeit leistete Alexander Rogowski.

„Wir haben uns nicht locken lassen, gut aufgetrumpft, die Bälle laufen lassen und die Tore zur richtigen Zeit gemacht. Es war eine gute Teamleistung, ich bin zufrieden“, freute sich Oberländer über den Dreier. „Rinteln hat verdient gewonnen, wir konnten unsere Ausfälle nicht kompensieren“, sagte Glashagen.

SVL: Stock, Christopher Glashagen, Bräunig, Geider (66. Oberländer), Dargel, Hachfeld, Merkert, Schumacher (46. Reiner), Worthmann, Fischer, Siekmann (50. Simon Stegemann).

SCR: Böhm, Boga, Hasani, Peters, Kiki, Ivo Walter, Akgün (82. Popoci), Muzik (68. Rogowski), Schrader, Kouebi, Krasniqi (87. Ronnenberg).

Rintelns Doppeltorschütze Serdar Akgün wird von Mitspieler Moritz Peters gefeiert. Foto: seb

SC Rinteln schlägt SC Möllenbeck 10:1 und ist Spitzenreiter

Schaumburger Zeitung 03.09.2017 - Claus-Dieter Luchs

SC Rinteln – SC Schwalbe Möllenbeck 10:1. Gegen ein mit dem letzten Aufgebot angetretenes Schlusslicht tat sich der Spitzenreiter eine Halbzeit lang schwer. Die Elf spielte nicht schnell genug nach vorn und war im Abschluss nicht konsequent genug. Nach einer Flanke von Latif Kiki erzielte Ivo Walter mit einem Schuss aus spitzen Winkel das 1:0 (18.). In der 42. Minute unterlief Ferhat Gür ein Eigentor zum 2:0. Nur eine Minute später erzielte Gohoreallan Kouebi den Treffer zum 3:0-Pausenstand. Der Gast nutzte eine seiner wenigen Möglichkeiten durch Meakel Andraws (51.) zum 3:1. Nach dem Doppelschlag durch Serdar Akgün (52.) und Egzon Popoci (55.) zum 5:1 gab der Gast seinen Widerstand auf und musste erneut nur zwei Minuten später durch Serhat Merdoglu den Treffer zum 6:1 hinnehmen. In der 71. Minute scheiterte Serdar Akgün per Foulelfmeter an Torwart Turgay Avcioglu. Egzon Popoci baute die Führung auf 7:1 aus (75.). Per Hattrick (76., 80. und 81.) stellte Serdar Akgün den 10:1-Endstand her.

Rintelns Flügelflitzer Gohoreallan Kouebi (vorne) sorgt mit seinen Spurts für viel Gefahr im gegnerischen Strafraum. Foto: ph

Schnellzug trifft auf Bimmelbahn

SC Rinteln gewinnt das Kreisliga-Top-Spiel gegen den TSV Hagenburg mit 3:1

Schaumburger Zeitung 30.08.2017 - Sebastian Blaumann

Im Duell der beiden Bezirksliga-Absteiger hat der SC Rinteln gestern Abend einen hoch verdienten 3:1-Erfolg gegen den TSV Hagenburg gelandet.

Der SC Rinteln dominierte über 80 Minuten die Partie, versäumte es aber höher als 2:0 zu führen. Nach dem 2:1-Anschlusstreffer von Gian-Luca Blume (80.) wurde es noch einmal hektisch, die Hagenburger warfen alles nach vorne, doch die SCR-Defensive hielt. In der Nachspielzeit traf Latif Kiki zum 3:1 ins leere Tor. Die Vorarbeit leistete Alexander Rogowski. Der Torjäger feierte nach über einjähriger Verletzungspause aufgrund eines Kreuzbandrisses sein Comeback. SCR-Coach Uwe Oberländer schickte ihn in den letzten Minuten auf das Feld, mit seinem ersten Ballkontakt bereitete Rogowski das 3:1 vor.

Nach einem kurzen Abtasten übernahm der SC Rinteln das Spielkommando. Serdar Akgün brachte den Gastgeber verdient mit 1:0 in Führung. Nach einem super Pass in die Tiefe war der Rintelner Knipser frei durch und vollendete gekonnt. Der SCR blieb am Drücker und ging mit dem 1:0 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel berannte der SCR das Hagenburger Tor. Die Rintelner hatten erhebliche Schnelligkeitsvorteile. Es sah so aus, als träfe ein Schnellzug auf eine Bimmelbahn. Akgün (50.) markierte das 2:0 für die Steinanger-Elf. Danach verpassten Akgün (55./65.), Sinan Boga und Qendrim Krasniqi das 3:0, sodass es in der Schlussphase noch einmal spannend wurde.

„Das war ein verdienter Sieg. Wir waren den Hagenburgern gerade von der Schnelligkeit total überlegen. Aber wir haben das Spiel unnötig spannend gemacht“, analysierte Oberländer nach Spielschluss. „Wir sind zu spät aufgewacht, waren 80 Minuten überhaupt nicht im Spiel. Der Rintelner Sieg geht in Ordnung, aber ich habe kein Spitzenspiel gesehen“, erklärte TSV-Coach Felix Dyck.

SCR: Deerberg, Boga, Kuhlmann, Hasani, Peters, Kiki, Akgün (90. Popoci), Sharo, Schrader, Kouebi (87. Merdoglu), Krasniqi (91. Rogowski).

TSV: Schulz, Christian Trepte, Pape (70. Blume), Bruns, Nolte, Mun, Huntemann, Akad, Jung, Walter (58. Stefan Trepte), Kretschmann.

Schaumburger Zeitung 27.08.2017 - Claus Dieter Luchs

SC Stadthagen – SC Rinteln 1:4. Durch Saban Lort (22.) führte der in der ersten Halbzeit klar spielbestimmende SC Stadthagen, der eine Vielzahl guter Möglichkeiten nicht nutzen konnte, zur Pause nur mit 1:0. Nach dem Ausgleich nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel durch Serdar Akgün, der einen krassen Fehler in der Hintermannschaft ausnutzte, verlor der Gastgeber seine Souveränität der ersten Halbzeit. Der Gast übernahm nun die Initiative und ging nach einem Fehler von Torwart Bünyamin Yayli durch Akgün mit 2:1 in Führung (60.). Nach einem Foul von Ismail Topcu an Akgün verwandelte der gefoulte Spieler den fälligen Strafstoß zum 1:3 (71.). Fünf Minuten vor dem Abpfiff stellte Gohoreallan Kouebi mit einem Heber über Torwart Yayli den 1:4-Endstand her.

TSV Steinbergen stürzt den SC Rinteln vom Thron

2:0-Heimerfolg gegen den Bezirksliga-Absteiger

Schaumburger Zeitung 20.08.2017 - Claus-Dieter Luchs

TSV Steinbergen – SC Rinteln 2:0. In einem hochklassigen Nachbarschaftsderby mit Einsatz und Laufbereitschaft auf beiden Seiten setzte sich der TSV Steinbergen letztlich nicht unverdient über den bisherigen Spitzenreiter durch und übernahm selbst die Tabellenführung. Der TSV kam besser in die Begegnung, er scheiterte bis zum Pausenpfiff jedoch immer wieder an der dicht gestaffelten Rintelner Abwehr. Nach dem Seitenwechsel kontrollierte der SC die Begegnung, zwingende Torchancen ließ der TSV nicht zu. Als sich beide Seiten bereits mit einem torlosen Remis abgefunden zu haben schienen, wurde Krystian Wachta in der 89. Minute im Strafraum von den Beinen geholt. Jannik Sasse verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:0. Der SC warf vom Anstoß an alles nach vorn. Michael Mantik eroberte sich in der Schlussminute das Leder. Er stieß gegen die aufgerückte Abwehr in den freien Raum und schoss das Leder zum 2:0-Endstand in die Maschen.

Hattrick von Akgün

SC Rinteln gewinnt das Ortsderby beim TSV Krankenhagen mit 5:0

Schaumburger Zeitung 15.08.2017 - Sebastian Blaumann

 

KRANKENHAGEN. Zweites Spiel, zweiter Sieg in der Kreisliga: Der SC Rinteln hat das Ortsderby beim TSV Krankenhagen locker mit 5:0 gewonnen. Mann des Spiels war SCR-Torjäger Serdar Akgün, der innerhalb von nur 24 Minuten einen lupenreinen Hattrick zur Rintelner 3:0-Führung erzielte.

Der Bezirksliga-Absteiger präsentierte sich in Hälfte eins dem Kreisliga-Aufsteiger in allen Belangen überlegen. Der SC Rinteln war spielerisch, technisch und läuferisch eine Klasse besser. Die langen Bälle des TSV waren für die SCR-Defensive eine sichere Beute. Bereits zur Pause war die Partie entschieden, denn der SCR führte mit 4:0. In der 10. Minute fiel das 1:0 der Gäste: André Kuhlmann zündete seinen Turbo, passte nach innen, dort stand Akgün völlig frei und schob ein. Nur vier Minuten später erhöhte der Torjäger auf 2:0. Moritz Peters tankte sich durch, bediente Akgün, der mit Auge abschloss. In der 24. Minute vollendete Akgün nach Traumpass von Latif Kiki zum 3:0. Krankenhagen war viel zu ängstlich, verhielt sich wie ein Kaninchen vor der Schlange. Kuhlmann (38.) erhöhte nach Vorarbeit von Qendrim Krasniqi zum 4:0-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel durften die Hausherren endlich mitspielen. Der TSV legte seinen Respekt ab, allerdings nahmen die Rintelner auch das Tempo aus dem Spiel. Krankenhagen wurde munterer und bekam Chancen. Ein Kopfball von Mathias Krebs (58.) sprang von der Unterkante der Latte wieder ins Feld. Es roch nach Tor, aber Schiedsrichter Marius Schäfer sah den Ball nicht hinter der Linie. Krebs (72.) scheiterte zudem mit einem Drehschuss an SCR-Keeper Luis Böhm.

In der Schlussphase bestimmten die Gäste wieder die Partie. Nach einem schönen Doppelpass stand Yannik Walter (80.) völlig frei und es hieß 5:0 für den Favoriten. Kurz vor Schluss ließ Kuhlmann (89.) das sichere 6:0 noch liegen.

TSV: Struckmann, Steffen Redeker, Militsch (63. André Redeker), Stegner, Koppelberg, Hänke, Krebs (76. Golub), Bilgen, Puppisch, Neuhaus (46. Dresenkamp), Melcher.

SCR: Böhm, Boga, Kuhlmann, Yannik Walter, Peters (65. Sharo), Kiki, Ivo Walter (55. Hasani), Akgün (67. Popoci), Bedey, Schrader, Krasniqi.

SC Rinteln grüßt von der Tabellenspitze

6:0-Erfolg gegen Aufsteiger FC Hevesen

Schaumburger Zeitung 06.08.2017 - Claus-Dieter Luchs

SC Rinteln – FC Hevesen 6:0. Gegen einen vom Anpfiff an spielbestimmenden Bezirksliga-Absteiger verhinderte der Aufsteiger, der durch Julian Seele zwei gute Kontermöglichkeiten hatte, mit viel Kampf und Einsatz bis zum Pausenpfiff Rintelner Tore. Ein Doppelschlag sorgte nach dem Seitenwechsel für eine Vorentscheidung. Nach einem Pass von Latif Kiki erzielte André Kuhlmann das 1:0 (50.). Nur fünf Minuten später schob Egzon Popoci ein Zuspiel von Qendrim Krasniqi zum 2:0 über die Linie. Der Gast steckte nach diesem Doppelschlag auf und musste nach einer Flanke von Sinan Boga durch einen Kopfballtreffer von Yannik Walter das 3:0 hinnehmen (67.). Kuhlmann schloss in der 72. Minute einen Alleingang mit dem 4:0 ab. Nach dem 5:0 durch Kastriot Hasani (82.) erzielte Serhat Merdoglu in der 86. Minute den Treffer zum 6:0-Endstand.

SC Rinteln ist die Nummer eins

Deutlicher 5:1-Erfolg im Finale des Rintelner Sparkassen Fußballcups gegen den TSV Eintracht Exten

Schaumburger Zeitung 04.08.2017 - Sebastian Blaumann

 

RINTELN. Der SC Rinteln hat den Rintelner Sparkassen Fußballcup 2017 in eindrucksvoller Manier gewonnen. Im Endspiel setzte sich das Team von Trainer Uwe Oberländer im Kreisligaduell gegen den TSV Eintracht Exten mit 5:1 durch.

Der SC Rinteln erwischte den besseren Start, war von Beginn an hellwach und drängte die Eintracht in die Defensive. Exten kam nicht richtig in die Zweikämpfe, die langen Bälle von Andreas Kramer fanden keinen Abnehmer. Außerdem hatte TSV-Angreifer Matthias Appel einen rabenschwarzen Tag. Der 36-Jährige blieb torlos, obwohl er drei Top-Chancen hatte. In der 67. Minute verließ Appel mit Gelb-Rot den Platz.

Es gab viele Tormöglichkeiten im Endspiel: Appel (7.) scheiterte an SCR-Keeper Marvin Deerberg, auf der Gegenseite ließen Ivo Walter (9.) und Moritz Peters (12.) zwei Großchancen aus. Nach einem Foul an Egzon Popoci pfiff Schiedsrichter Thomas Wartmann einen glasklaren Elfmeter. Philipp Bergmann (14.) verwandelte sicher zur Rintelner Führung. Nach einer Flanke von Gohoreallan Kouebi nickte Popoci (31.) zum 2:0 ein. Nun wachte die Eintracht endlich auf, doch Appel (37.) fand erneut in Deerberg seinen Meister.

Der SC Rinteln ist nach einem 5:1-Sieg gegen den TSV Eintracht Exten mal wieder Stadtmeister. Foto: Hans-Peter Heidrich

 

Nach dem Seitenwechsel drängte die Eintracht auf den Anschlusstreffer. Oberländer wechselte in der Pause fünf Spieler aus, das brachte Unordnung in der SCR-Defensive. Appel (48.) war frei durch, doch Deerberg erneut auf dem Posten und nur vier Minuten später nagelte Appel eine verunglückte Bozkurt-Abwehr an die Latte. Die Rintelner präsentierten sich dagegen eiskalt vor dem gegnerischen Tor: Mit dem ersten Torschuss in Hälfte zwei markierte A-Junior Qendrim Krasniqi (56.) das 3:0. Das war die Entscheidung. Umut Bozkurt (62.) nutzte einen Ballverlust von Tim Kaufmann zum 4:0. Nach der Gelb-Roten Karte für Appel erhöhte Krasniqi in Überzahl auf 5:0 (70.). Zum 5:1-Ehrentreffer kam die Eintracht durch einen von Nils Hurkuck verwandelten Foulelfmeter (75.). Der SC Rinteln setzte sich völlig verdient die Stadtkrone auf, Oberländer schickte im Endspiel vier A-Junioren-Spieler auf das Feld, beim TSV fehlten die Krohn-Brüder und Simon Druffel an allen Ecken und Enden.

SCR: Deerberg, Sharo, Boga, Peters, Kiki, Ivo Walter, Bedey, Kuhlmann, Popoci, Bergmann, Kouebi (Böhm, Bozkurt, Ronnenberg, Krasniqi, Merdoglu, Kaptan, Schrader).

TSV: Kelmendi, Bub, Tim Kaufmann, Appel, Kramer, Anke, Felix Kaufmann, Brenneke, Lackner, Vöge, Jaskulski (Koné, Hurkuck, Bedey, Braunert).

Schwitzen für den Wiederaufstieg

SC Rinteln will Kreisliga-Meister oder Vizemeister werden / Trainer Uwe Oberländer hat nicht viele Abgänge zu verkraften

Schaumburger Zeitung 13.07.2017 - Peter Blaumann

Schwitzen für den Wiederaufstieg – so lautet das Motto des SC Rinteln in der aktuellen Saisonvorbereitung. Das Ziel ist klar definiert: „Wir wollen Erster oder Zweiter werden, notfalls über die Relegation die Rückkehr in die Bezirksliga realisieren“, sagt Uwe Oberländer. „Das wird sicherlich nicht leicht. Wir wissen, dass jeder den SC Rinteln schlagen will. Aber wir werden optimal vorbereitet in die Saison gehen und alles dafür tun, um unser Ziel zu erreichen“, lautet die Kampfansage des Trainers.

Nach dem Abstieg im Mai aus der Bezirksliga spielt der SC Rinteln seit fast 70 Jahren zum ersten Mal nach dem Krieg auf Kreisebene. Die Weserstädter waren der letzte „Dino“ und hatten sich von den Schaumburger Vereinen als Einziger so lange im Bezirk gehalten. „Als ich die Mannschaft übernommen habe, war die Verunsicherung unter den Spielern sehr groß. Das Selbstvertrauen war weg, es fehlten die richtige Einstellung und Disziplin, um im Fußball erfolgreich zu sein. Zudem befand sich die Mannschaft in einem katastrophalen körperlichen Zustand. Die Trainingsbeteiligung war miserabel“, blickt Oberländer zurück. „Aber schon nach wenigen Trainingseinheiten habe ich gespürt, wie ein Ruck durch die Mannschaft ging. Fast jeder wollte das Ruder noch einmal rumreißen, jeder hatte wieder Spaß am Fußball, Einstellung und Disziplin kehrten zurück. Um dieser Trendwende weiter Nahrung zu verleihen, habe ich schon in der Winterpause für die kommende Saison zugesagt.“

Trotz vieler Punkte in der Rückrunde verpassten die Rintelner den Sprung in die Relegation. „Es hätte alles passen müssen. Aber durch Verletzungen und den Ausfall von Schlüsselspielern durch private Gründe sowie die Tatsache, dass nicht alle Spieler bereit waren, 100 Prozent zu geben, haben uns am Ende die Punkte gefehlt“, resümiert Oberländer.

Aber jetzt geht der Blick nur noch nach vorn. Und Oberländer ist „heiß wie Frittenfett“, will den Jungs Spaß vermitteln, die Spieler technisch und spielerisch weiterentwickeln. „Kondition und Kampfgeist sind Basiselemente des Fußballs. Das kann jeder Spieler bringen. Daran werden wir in der Vorbereitung eisern arbeiten“, prophezeit Oberländer. Seit dem 8. Juli steht das Team im Training. Bis zum Saisonstart am 13. August, um 15 Uhr, auf dem Steinanger gegen den FC Hevesen stehen 15 Trainingseinheiten, vier Testspiele und die Stadtmeisterschaft auf dem Programm. „Weil die Mannschaft im wesentlich unverändert in die Saison geht, kann ich den Schwerpunkt auf die Trainingsarbeit legen. Um das taktische und spielerische Verständnis zu fördern, brauchen wir weniger Testspiele“, so Oberländer.

Der Ausverkauf von Spielern blieb nach dem Abstieg im Sommer aus. Das Gros der Mannschaft blieb zusammen - auch Latif Kiki ist weiter dabei. Routinier Kastriot Hasani hängt noch eine Saison dran. Lediglich Sebastian Wittek und Felix Quindt haben den Verein verlassen. Wittek zog es zum SV Victoria Lauenau und Quindt zu seinem Bruder zum FC Preußen Hameln. Zwar wechselte Oguzhan Gök zum SV Obernkirchen, aber der spielte in der Rückrunde für den SCR keine Rolle mehr. Schmerzhaft ist dagegen der endgültige Rückzug von Waldemar Dirks aus Altersgründen.

Vier Neuzugänge kann die Oberländer-Elf dagegen verzeichnen. Vom SC Schwalbe Möllenbeck kommt Marvin Deerberg. „Es war für uns wichtig, einen zweiten Torwart zu verpflichten. Luis Böhm wird bis zum Beginn seines Studiums im Oktober voll mitziehen. Der Studienort steht noch nicht fest. Ich hoffe, er liegt nicht zu weit entfernt und Luis kann zumindest einmal in der Woche mittrainieren“, hofft Oberländer.

Der zweite Neuzugang ist Sinan Boga, ein Rintelner, der aus der A-Jugend des FC Bad Oeynhausen kommt. Der Mittelfeldspieler kann noch ein Jahr in der A-Jugend spielen, wird aber in den 21ziger-Kader voll integriert. Zugang Nummer drei ist Gohorea Allen Konebi. „Das ist ein pfeilschneller, technisch versierter, robuster, durchsetzungskräftiger Flügelspieler, der uns noch viel Freude bereiten wird. Ein echtes Juwel mit viel Potenzial“, freut sich Oberländer über den Flüchtling von der Elfenbeinküste. Allerdings muss noch an der Freigabe gearbeitet werden. Der Passantrag liegt dem Niedersächsischen Fußballverband seit drei Monaten vor.

Des Weiteren hat mit Robin Ronnenberg aus der eigenen A-Jugend ein vierter Spieler den Sprung in den A-Kader geschafft. „Er ist ein ehrgeiziger und trainingsfleißiger Allrounder, der vom Stürmer bis zum Torwart schon alles in der Jugend gespielt hat“, so Oberländer. Drei weitere A-Jugendspieler, die regelmäßig am Training der ersten Mannschaft teilnehmen, ergänzen den Kader.

Zwei kleine Wermutstropfen muss Oberländer allerdings doch verkraften. Abwehrmann Artur Kalis ist seit drei Monaten verletzt. Ein Ende des Ausfalls ist nicht absehbar. Tino Bedey steht ab September wegen eines fünfmonatigen Auslandsstudiums nicht zur Verfügung.

„Die Kreisliga wird in diesem Spieljahr gerade in der Spitze sehr ausgeglichen sein“, meint Oberländer. „Ich sehe keine Mannschaft, die ein Durchmarsch machen wird. Mindestens sechs Mannschaften kommen für die beiden ersten Plätze infrage. Wir wollen dabei sein.“

Der SCR-Trainer und sein Co-Trainer Gordon Seymour freuen sich, dass die Mannschaft voll mitzieht. Trotz Urlaub, Schichtarbeit und Verletzte sind durchschnittlich 14 Spieler beim Training. „Es wird eine höchst interessante Saison. Ein Derby folgt dem Nächsten. Mit sechs Teams aus dem Rintelner Stadtgebiet wird es an jedem Wochenende hoch hergehen. Darauf muss und wird sich mein Team einstellen. Ich bin sehr optimistisch, ohne euphorisch zu sein.“

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